Die Bildung des neuen Polarwirbels hat über dem Nordpol begonnen, und seine Entwicklung könnte das Wetter auf der Nordhalbkugel im Winter 2026–2027 beeinflussen. Langfristigen Prognosen zufolge könnte die kalte Jahreszeit von abrupten Veränderungen, Episoden strenger Kälte, Schneestürmen und starken Schneefällen geprägt sein.
Der Polarwirbel ist ein ausgedehntes Gebiet mit kalter Luft und starken Winden, das sich in der arktischen Stratosphäre bildet und dazu beiträgt, kalte Luftmassen in der Nähe des Nordpols zu halten. Wenn er sich abschwächt oder gestört wird, kann kalte Luft nach Europa, in die Vereinigten Staaten und nach Kanada vordringen.
Einen wichtigen Faktor stellt die Entwicklung eines Super-El Niño im tropischen Pazifik dar, wo die Wassertemperaturen voraussichtlich deutlich über den Normalwerten liegen werden. Klimadaten deuten darauf hin, dass dieses Phänomen die globale atmosphärische Zirkulation verändern und den Polarwirbel im Januar und Februar 2027 beeinflussen könnte.
Experten betonen jedoch, dass langfristige Prognosen mit einem hohen Maß an Unsicherheit behaftet sind. Intensität und Lage der Kälteperioden werden sich genauer einschätzen lassen, je näher die kalte Jahreszeit rückt.
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