Die Partei REPER hat Präsident Nicușor Dan ein Memorandum übermittelt, in dem sie den Schutz von Hinweisgebern im öffentlichen Interesse im Justizsystem, eine Reform der Justizgesetze sowie die Verhinderung disziplinarischer oder administrativer Repressalien gegen Personen fordert, die institutionelle Unregelmäßigkeiten melden.
Die Partei fordert das Staatsoberhaupt auf, die Aufnahme von Richtern, Staatsanwälten, Gerichtsschreibern sowie des sonstigen und des verbundenen Personals an Gerichten und Staatsanwaltschaften in das Gesetz 361/2022 über Integritätshinweisgeber zu unterstützen.
REPER schlägt außerdem eine besondere Regelung für Hinweisgeber in der Justiz vor, mit einem unabhängigen Meldekanal und Garantien gegen Repressalien.
Das Memorandum betrifft zudem die gesetzliche Regelung von Disziplinarverfahren, die Präzisierung vage formulierter Pflichtverletzungen, den Schutz der Meinungsfreiheit, die Begrenzung von Abordnungen und Entsendungen sowie mehr Transparenz bei der Bildung der Spruchkörper und eine Stärkung der Autonomie der Justizinspektion.
REPER zufolge besteht eine Divergenz zwischen dem Justizministerium, das davon ausgeht, dass das Gesetz auch für Richter und Staatsanwälte gilt, und dem Obersten Rat der Magistratur (CSM), der eine restriktive Auslegung auf Grundlage interner Protokolle und Vermerke anwenden soll. Die Partei verweist außerdem auf den Fall des Richters Laurențiu Beșu, gegen den disziplinarrechtlich ermittelt wird; der Termin ist für den 23. September 2026 angesetzt.
Ein Gesetzentwurf zur Ausweitung des Schutzes von Hinweisgebern auf das Personal der Gerichte und Staatsanwaltschaften wurde vom Senat abgelehnt und liegt seit mehr als zwei Monaten im Rechtsausschuss der Abgeordnetenkammer fest.
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