Der Vizepräsident des Europäischen Parlaments, Nicu Ștefănuță, hat den Bildungsminister aufgefordert, das Mindestsozialstipendium für Studierende im akademischen Jahr 2026–2027 von 925 auf mindestens 1.050 Lei zu erhöhen. Er fordert außerdem eine Aufstockung des Stipendienfonds, damit die Erhöhung nicht zu einer Verringerung der Zahl der Begünstigten führt.
Die Forderung erfolgt, nachdem das Bildungsministerium im Entwurf einer Verordnung, der am 15. September in der Kommission für sozialen Dialog erörtert wurde, vorgeschlagen hatte, den derzeitigen Betrag beizubehalten. Dieselbe Erhöhung wird auch von der Nationalen Allianz der Studierendenorganisationen Rumäniens gefordert.
Laut dem an das Ministerium übermittelten Schreiben sei der Fonds für Stipendien und sozialen Schutz infolge der Änderung der Berechnungsformel, der Begrenzung der Stipendien auf den Zeitraum der Lehrveranstaltungen und des Ausschlusses gebührenpflichtiger Studierender von der staatlichen Finanzierung um etwa 52 % gekürzt worden, während die Zahl der potenziellen Begünstigten um rund 44.000 gesunken sei.
Die geschätzten monatlichen Kosten für Verpflegung und Unterkunft belaufen sich auf 1.525 Lei, sodass das derzeitige Stipendium etwa 61 % der Ausgaben abdeckt. Ștefănuță fordert, die Stipendien für das gesamte Kalenderjahr zu gewähren und eine Lösung zur Unterstützung gebührenpflichtiger Studierender zu finden, die die sozialen Kriterien erfüllen.
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