Die Nationale Allianz der Studentenorganisationen Rumäniens (ANOSR) fordert das Ministerium für Bildung und Forschung auf, das Mindestsozialstipendium für das akademische Jahr 2026–2027 auf 1.050 Lei festzusetzen – und nicht auf 925 Lei, wie es der im Sozialdialogausschuss erörterte Verordnungsentwurf vorsieht.
Die Studierenden erklären, dass der vom Ministerium vorgeschlagene Betrag die tatsächlichen Lebenshaltungskosten nicht deckt. Laut der im Januar 2026 erstellten ANOSR-Analyse „Der Mindestbedarf eines Studierenden in Zeiten der Sparpolitik“ belaufen sich die monatlichen Kosten für Unterkunft und Verpflegung auf 1.525 Lei. Werden Lernmaterialien, der lokale Nahverkehr, Kleidung, Schuhe und Hygieneprodukte einbezogen, steigt der Bedarf auf 2.027,99 Lei. Das Stipendium von 925 Lei würde somit nur 60,65 % der berechneten Kosten decken.
ANOSR weist darauf hin, dass ihre Schätzung durchschnittliche Unterbringungskosten in Studentenwohnheimen von 454 Lei sowie monatliche Verpflegungskosten von etwa 1.071 Lei umfasst. Der Verband erklärt, dass der von CNFIS nach Konsultation der Studierenden vorgeschlagene Betrag von 1.050 Lei einen Kompromiss darstellt, ohne deren Bedürfnisse vollständig widerzuspiegeln.
Die Organisation fordert außerdem, ab dem 1. Januar 2027 das Stipendium für Studierende in Studiengängen für das Lehramt mit Doppelqualifikation sowie in pädagogischen Masterstudiengängen zu ändern. Nach Ansicht der ANOSR sollte es auf Höhe des landesweit garantierten monatlichen Bruttomindestlohns festgesetzt werden.
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