Der Sprecher der UDMR, Csoma Botond, erklärte am Freitag, die tragfähigsten Lösungen zur Überwindung der politischen Blockade seien die Bildung einer von der PSD unterstützten Regierung aus PNL, UDMR und USR oder einer PSD-Minderheitsregierung ohne Unterstützung extremistischer Parteien.
Die Äußerungen fielen gegenüber RFI vor dem Hintergrund, dass der abgesetzte kommissarische Ministerpräsident Ilie Bolojan eine Waffenstillstandsregierung aus einem Ministerpräsidenten und Technokraten als Ministern vorgeschlagen hatte. Csoma Botond wies diese Variante zurück und erklärte, eine ausschließlich aus Technokraten bestehende Exekutive hätte Schwierigkeiten, für wichtige Vorhaben parlamentarische Mehrheiten zu bekommen.
Der Vorsitzende der UDMR-Abgeordneten bekräftigte, dass seine Partei keine Regierung unterstützen werde, der AUR, S.O.S. România oder Abgeordnete aus diesen Parteien angehören. Er bezeichnete die Lage als „totale Blockade“ und wies die Behauptung zurück, die UDMR sei für die Annäherung der PSD an die AUR verantwortlich.
Csoma Botond schloss die Durchführung vorgezogener Neuwahlen in den kommenden drei bis vier Monaten nicht aus, sollten die Verhandlungen scheitern. Er warnte jedoch, dass die Wahl das grundlegende Problem nicht lösen würde, da sich die AUR konsolidieren könnte, während die zentristischen Parteien fragmentiert blieben. Die Erklärung erfolgte nach der Entlassung der Regierung am 5. Mai und vor dem Hintergrund der Verhandlungen über die Bildung einer neuen Mehrheit.
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