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„Es ist vorbei“ mit dem Budget für 2026. Ambitiös verspricht es ein Defizit von nur 6,2 % und eine signifikante Zuweisung für Investitionen in kritische Infrastruktur. Aber wird die übernommene Austerität die Grundlage für einen soliden Aufbau sein oder wird sie nur ein Flickwerk für ein Boot sein, das Wasser nimmt.
Für drei Monate hat sich Rumänien in Unsicherheit, Unberechenbarkeit und politischen Skandalen gewagt. Das kürzlich verabschiedete Budget für 2026 soll eines der „Gürtelstraffung“ sein, aber mit einem riesigen Einsatz auf Investitionen. Es ist praktisch ein Wendepunkt im Modell des Wirtschaftswachstums des Landes, von übermäßigem Konsum zu nachhaltigen Investitionen. Ein Defizit von 6,2 % des BIP ist, diplomatisch ausgedrückt, eine Ambition; in wirtschaftlichen und fiskalisch-budgetären Begriffen ist es eine brutale Notwendigkeit. Das Budget basiert auf einer Prognose für ein Wirtschaftswachstum von 1 %, eine Zahl, die eine quasi-Stagnation verrät. Wenn der Hauptmotor der Wirtschaft – der Konsum der Haushalte – durch die Erhöhung des Mehrwertsteuersatzes auf 21 % und durch die Einschränkung der Einnahmen aus dem öffentlichen Sektor unterdrückt wird, geht der Staat ein großes Risiko ein: das Risiko, eine technische Rezession auszulösen, während er versucht, die fiskalischen Schein zu wahren. Aber Rumänien hat den europäischen Rekord im „Mehrwertsteuergap“ gehalten, und das aktuelle Budget setzt enorm auf die Reform der ANAF und die Digitalisierung, die, obwohl notwendig, bisher nicht die erwarteten Ergebnisse im Hinblick auf die Cashflows geliefert hat. Darüber hinaus überlagern die Schocks auf dem globalen Energiemarkt das Wachstum der Besteuerung und schaffen einen inflationsfördernden „Cocktail“, der die Zinssätze auf prohibitive Niveaus halten könnte. In einer Wirtschaft, in der die private Kreditvergabe bereits anämisch ist, wird die Kosten des Geldes weiterhin eine Bremse für kleine Unternehmer sein, wodurch die Last des Wirtschaftswachstums ausschließlich auf den Schultern großer Staatsprojekte bleibt.
Wenn es einen Strahl der Hoffnung in dieser austeritätsgeprägten Landschaft gibt, dann ist es die Rekordzuweisung von über 8 % des BIP für Investitionen. Es ist wahrscheinlich die kühnste Wette in der post-dezemberlichen Geschichte. Rumänien versucht, den Rückgang der inländischen Nachfrage durch massive Kapitalinjektionen in die Infrastruktur zu kompensieren, indem es die letzten Ressourcen aus dem PNRR und den Strukturmitteln als künstlichen Teig verwendet.
Wenn die Baustellen für Autobahnen, die Modernisierung der Stromnetze und die Digitalisierung der Verwaltung das Tempo halten, gibt es die Chance, dass Rumänien aus der Krise mit einer widerstandsfähigeren Wirtschaftsstruktur herauskommt. Dann ist das Überschreiten der 60 % des BIP für die öffentliche Schulden nicht nur eine statistische Zahl; es ist ein Alarmzeichen für unsere wirtschaftliche Souveränität, und in diesem Kontext ist das Budget 2026 ein „Waffenstillstands“-Dokument mit den externen Gläubigern. Es ist ein Signal, dass Bukarest verstanden hat, dass die Feierlichkeiten vorbei sind.
Die politische Schwäche der Regierungskoalition bleibt jedoch das „Achillessehne“. In einem Jahr, das von sozialen und gewerkschaftlichen Druck geprägt ist, wird die Versuchung, die fiskalische Disziplin zugunsten des Populismus zu lockern, riesig sein. Jede populistische Abweichung, jede Kapitulation vor der Straße durch die „Auftauung“ der Löhne ohne produktive Grundlage wird das bisschen Glaubwürdigkeit, das durch die Verabschiedung dieses Budgets gewonnen wurde, zunichte machen.
Nach 2026 wird es weder „Budgeturlaube“ noch Ausreden geben, sondern nur Fälligkeiten schwerer Rechnungen.
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