Im Rahmen einer von der OECD organisierten Online-Sitzung präsentierten Experten ein innovatives Instrument zur Analyse der Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz (KI) auf den Arbeitsmarkt, genannt „KI-Fähigkeitsindikatoren“. Margarita Kalamova, Ökonomin bei der OECD, erklärte, dass dieses Rahmenwerk die Entwicklung der Technologie mit den Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt verknüpft und eine Skala in fünf Ebenen bietet, um die Fähigkeiten der KI im Verhältnis zu menschlichen Fähigkeiten zu bewerten. Die Indikatoren sind so konzipiert, dass sie sich rechtzeitig aktualisieren, was die Verfolgung der Veränderungen in den KI-Fähigkeiten ermöglicht. Die OECD hat auch einen „Catch-up-Index“ entwickelt, der den Unterschied zwischen den KI-Fähigkeiten und den Anforderungen jeder Berufstätigkeit misst und zeigt, dass KI in den Bereichen Sprachkompetenz und Kreativität fortgeschritten ist, aber in der Problemlösung und den physischen Fähigkeiten hinterherhinkt. Stijn Broecke, Senior Economist bei der OECD, betonte das Fehlen solider Daten zur Nutzung von KI am Arbeitsplatz, was die Bewertung der tatsächlichen Auswirkungen der Technologie erschwert. Es wurde auch über die Rolle von KI als Unterstützung für Arbeitnehmer und nicht nur als Ersatz diskutiert, wobei die Bedeutung der Unterscheidung zwischen Automatisierung und Ergänzung hervorgehoben wurde. Die OECD arbeitet an einem ergänzenden Indikator, um diese Aspekte klarer zu analysieren, was entscheidend ist, um die tatsächlichen Auswirkungen von KI auf die Arbeitsplätze zu verstehen.
Neueste Nachrichten
23:00
22:53
22:49
22:45
22:35
Mehr Nachrichten ansehen