Die Weltraumteleskope Hubble und James Webb haben gemeinsam 27 transneptunische Objekte entdeckt, die sich jenseits der Umlaufbahn von Neptun in einer wenig erforschten Region des Sonnensystems befinden. Alle Objekte haben Durchmesser von weniger als 40 Kilometern, wobei das kleinste ungefähr 10 Kilometer misst. Die Ergebnisse wurden in zwei Studien vorgestellt, die im The Astronomical Journal veröffentlicht wurden.
Die von Forschern der Northern Arizona University und der University of Victoria koordinierten Beobachtungen zeigen, dass diese Körper ihre Zusammensetzung und Farbe seit ihrer Entstehung bewahrt haben. Die Entdeckung widerspricht den Modellen, denen zufolge Einschläge und Kollisionen ihre Oberflächen hätten verändern müssen.
Einige Objekte bildeten sich im Kuipergürtel auf nahezu kreisförmigen Umlaufbahnen, die mit der Ebene des Sonnensystems ausgerichtet sind. Andere wurden durch gravitative Resonanzen zwischen Uranus und Neptun ausgestoßen und gelangten auf langgestreckte und geneigte Umlaufbahnen in das, was als „diffuse Scheibe“ bezeichnet wird. Überraschenderweise bewahren auch diese dynamisch „heißen“ Objekte Hinweise auf den Ort, an dem sie entstanden sind.
Die Infrarotsensoren des James-Webb-Teleskops ermöglichten eine präzise Schätzung der Größen, unabhängig vom Reflexionsvermögen der Oberflächen. Die Daten zeigen auch, dass es weniger sehr kleine Objekte gibt, als die Theorien vorhergesagt hatten. Die Beobachtungen stellen die bisher umfassendste Analyse der Region jenseits von Neptun dar.
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