Der ehemalige ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán hat der Tisza-Regierung vorgeworfen, ein autoritäres Regime zu errichten, und damit gedroht, die Identität der Beamten offenzulegen, die im Nationalen Amt für die Rückgewinnung und den Schutz von Vermögenswerten (NVVH) arbeiten. Die Äußerungen fielen in einem Interview, das nach der Wahlniederlage seiner Partei ausgestrahlt wurde.
Orbán bezeichnete das NVVH als eine AVH-ähnliche Institution und verwies damit auf die Geheimpolizei aus der kommunistischen Zeit. Er erklärte, die Abgeordneten, die die Behörde geschaffen hätten, würden die politische Verantwortung für deren Handlungen tragen. Zudem warnte er, dass Mitarbeiter und an den Verfahren der Institution beteiligte Personen nach der „Wiederherstellung des Rechtsstaats“ ihrer finanziellen und rechtlichen Verantwortung nicht entgehen würden.
Der ehemalige Ministerpräsident erklärte, seine Partei werde diejenigen überwachen, die beim NVVH arbeiten, und ihre Namen, beruflichen Werdegänge und Funktionen öffentlich machen. Oppositionsführer Magyar reagierte auf Facebook und warf Orbán vor, Staatsanwälte, Polizisten und Beamte zu bedrohen.
Im selben Interview erklärte Orbán, seine rechte Regierung habe zwischen 2010 und 2026 die Souveränität Ungarns wiederhergestellt, und kritisierte die pro-brüsselerische Ausrichtung der derzeitigen Regierung. Er wies Korruptionsvorwürfe zurück, machte die Regierungspolitik für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten verantwortlich und forderte die Rechte auf, sich neu zu organisieren und geeint zu bleiben.
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