Die ungarischen Behörden haben das politische Asyl des ehemaligen polnischen Justizministers Zbigniew Ziobro und seines Stellvertreters Marcin Romanowski widerrufen, die beide in Polen wegen mehrfacher Machtmissbrauchsvorwürfe gesucht werden.
Die Ankündigung wurde vom polnischen Außenminister Radosław Sikorski gemacht, der auch die Stornierung der Reisedokumente der beiden bestätigte. Auch Ziabros Ehefrau, Patrycja Kotecka-Ziobro, hat ihren Schutz durch Ungarn verloren.
Ziobro, der wegen 26 Straftaten, einschließlich der Veruntreuung öffentlicher Mittel, angeklagt ist, lebt seit Oktober 2022 in Ungarn, nachdem er politisches Asyl von der Regierung Viktor Orbáns erhalten hatte. Der neue ungarische Premierminister Péter Magyar hat angekündigt, rechtliche Lösungen zu suchen, um Ziobro und Romanowski nach Polen zurückzuschicken. Die polnischen Behörden, einschließlich des aktuellen Justizministers Waldemar Zurek, beabsichtigen, alle rechtlichen Mittel zu nutzen, um sie vor Gericht zu bringen, einschließlich Auslieferungsanträge und möglicherweise eines europäischen Haftbefehls.
Der Fall könnte die Beziehungen zwischen Polen und den USA belasten, da Informationen darauf hindeuten, dass Ziobro mit Hilfe eines Beamten der Trump-Administration in die Vereinigten Staaten gelangt sein könnte.
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