Die Regierung von Präsident Donald Trump hat in der vergangenen Woche die Bearbeitung von Anträgen auf Einwanderungsvisa bei den US-amerikanischen diplomatischen Vertretungen in Ungarn und Polen wieder aufgenommen, während die Aussetzung der Terminvergabe in zahlreichen anderen Ländern fortbesteht, wie Reuters unter Berufung auf Quellen berichtet.
Die Entscheidung, den beiden Staaten Priorität einzuräumen, soll direkt im Weißen Haus getroffen worden sein. Washington hat den Grund für die unterschiedliche Behandlung nicht erläutert. Die Trump-Regierung unterhält jedoch enge Beziehungen zu konservativen und nationalistischen Politikern in Ungarn und Polen. Das Außenministerium teilte mit, dass die Termine im Einklang mit einem neuen Schulungsprogramm für konsularisches Personal angepasst würden.
Im Januar setzten die Vereinigten Staaten die Bearbeitung von Einwanderungsvisa für Antragsteller aus 75 Ländern vorübergehend aus. Als Begründung verwiesen sie auf das Risiko, dass diese zu einer Belastung für den Staatshaushalt werden könnten. Nachdem eine Bundesrichterin die Politik als „offensichtlich illegal“ bezeichnet hatte, setzte das Außenministerium weltweit die Interviews aus und kündigte zusätzliche Schulungen für Konsuln an.
Die US-Regierung erklärt, die Interviews seien zunächst bis zum 31. August neu angesetzt worden. Die Aussetzung könnte jedoch Monate dauern. Im Jahr 2024 stellten die USA rund 600.000 Einwanderungsvisa aus. Von den Absagen waren Antragsteller aus Lateinamerika, dem Balkan, Südasien und anderen Regionen betroffen.„,
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