Die Europäische Union macht einen entscheidenden Schritt über Sanktionen und politische Erklärungen hinaus und tritt in die Phase des Aufbaus eines rechtlichen Mechanismus zur Entschädigung der Kriegsopfer in der Ukraine ein. Durch die Unterzeichnung des Übereinkommens zur Einrichtung der Internationalen Entschädigungskommission versucht die EU, das Versprechen der Verantwortlichkeit Russlands in einen konkreten rechtlichen Prozess mit langfristigen Auswirkungen zu verwandeln. Die EU hat in Den Haag das Übereinkommen für die Internationale Entschädigungskommission für die Ukraine unterzeichnet. Zeigt die Informationen des Bildes an. Die Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, Kaja Kallas, und der Kommissar Michael McGrath haben in Den Haag im Namen der Europäischen Union das Übereinkommen zur Einrichtung der Internationalen Entschädigungskommission für die Ukraine unterzeichnet. Den Haag, 16. Dezember 2025 – Die Europäische Kommission hat im Namen der Europäischen Union das Übereinkommen unterzeichnet, das die Internationale Entschädigungskommission für die Ukraine einrichtet, einen neuen rechtlichen Mechanismus zur Bewertung und Gewährung von Entschädigungen für die von Russland verursachten Schäden im Zuge des Aggressionskriegs. Die Unterzeichnung fand in Den Haag im Rahmen einer diplomatischen Konferenz statt, die vom Europarat und der niederländischen Regierung organisiert wurde, in Anwesenheit des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj.
Kurz gesagt Die Europäische Kommission hat im Namen der EU das Übereinkommen zur Einrichtung der Internationalen Entschädigungskommission für die Ukraine unterzeichnet. Das neue Organ wird im Rahmen des Europarats arbeiten und die Anträge auf Entschädigung für die von Russland verursachten Schäden bewerten. Die Kommission stützt sich auf das im Jahr 2023 geschaffene Schadensregister, das bereits über 70.000 Anträge gesammelt hat. Es folgt die Ratifizierung durch die EU und die Mitgliedstaaten sowie Diskussionen über die Schaffung eines Entschädigungsfonds. Parallel dazu arbeitet die EU an einem Sondergericht für das Verbrechen der Aggression gegen die Ukraine.
Das neue Organ wird im Rahmen des Europarats arbeiten und hat den Auftrag, die Anträge auf Entschädigung zu prüfen, die von Einzelpersonen, Unternehmen und dem ukrainischen Staat für materielle Verluste, Verletzungen oder Zerstörungen, die durch den Krieg verursacht wurden, eingereicht werden. Die Kommission wird die Berechtigung der Anträge und die Höhe der Entschädigungen, die in jedem Fall geschuldet sind, festlegen und stellt einen wesentlichen Schritt zwischen der Dokumentation der Schäden und der tatsächlichen Zahlung der Entschädigungen dar.
Die Internationale Entschädigungskommission stützt sich auf das Schadensregister für die Ukraine, das im Jahr 2023 geschaffen wurde und bereits als offizielle Datenbank zur Dokumentation der Verluste fungiert. Laut den europäischen Behörden wurden bereits über 70.000 Anträge registriert, die die Zerstörung von Wohnhäusern, ziviler Infrastruktur, privaten Vermögenswerten und wirtschaftlichen Verlusten abdecken.
Die Unterzeichnung des Übereinkommens markiert einen wichtigen Wandel in der europäischen Herangehensweise. Während bisher der Schwerpunkt auf wirtschaftlichen Sanktionen und finanzieller Unterstützung für die Ukraine lag, zielt der neue Schritt auf die rechtliche und finanzielle Verantwortung des Aggressors ab. Die Europäische Kommission betont jedoch, dass der Prozess schrittweise und langwierig sein wird und die Einrichtung der Kommission nicht sofort die Zahlung von Entschädigungen bedeutet.
Der nächste Schritt ist die Ratifizierung des Übereinkommens durch die Europäische Union und die Mitgliedstaaten. Parallel dazu diskutiert die Kommission mit internationalen Partnern mögliche rechtliche Wege zur Schaffung eines Entschädigungsfonds, der die tatsächliche Zahlung von Entschädigungen sicherstellen soll. Eine der sensibelsten Fragen bleibt die Quelle der Mittel, einschließlich der Möglichkeit, eingefrorene russische Vermögenswerte zu nutzen.
Getrennt vom Entschädigungsmechanismus arbeiten die EU und ihre Partner an der Einrichtung eines Sondergerichts für das Verbrechen der Aggression, das auf die strafrechtliche Verfolgung russischer politischer und militärischer Führer abzielt. Die beiden Initiativen sind als komplementäre Wege konzipiert: eine für die strafrechtliche Verantwortung, die andere für die finanzielle Entschädigung der Opfer.
Durch dieses Vorhaben versucht die EU, eine dauerhafte rechtliche Architektur für die postkonfliktliche Gerechtigkeit in der Ukraine aufzubauen. Obwohl die konkreten Ergebnisse von Ratifizierungen, politischen Entscheidungen und komplexen rechtlichen Lösungen abhängen werden, platziert die Unterzeichnung des Übereinkommens die Union in eine zentrale Rolle bei der Definition, wie Europa mit den rechtlichen Konsequenzen des Krieges umgeht.
https://2eu.brussels/de/nachrichten/die-eu-hat-in-den-haag-das-uebereinkommen-fuer-die-internationale-entschaedigungskommission-fuer-die-ukraine-unterzeichnet
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