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Die Europäische Union hat einen weiteren Schritt zur Stärkung ihrer räumlichen Autonomie gemacht, indem sie erfolgreich zwei neue Galileo-Satelliten vom Europäischen Weltraumzentrum in Französisch-Guayana mit einer Ariane-6-Rakete gestartet hat. Die neuen Elemente der Konstellation werden die Verfügbarkeit, Genauigkeit und Robustheit der Navigationsdienste erhöhen, die täglich von Milliarden von Menschen genutzt werden.
Brüssel, 17. Dezember 2025 – Die Europäische Union hat erfolgreich zwei neue Satelliten im Rahmen des Galileo-Programms gestartet und damit die Kapazität und Zuverlässigkeit ihres satellitengestützten Navigationssystems gestärkt. Der Start fand vom Europäischen Weltraumzentrum in Kourou, Französisch-Guayana, an Bord einer Ariane-6-Rakete statt und markiert einen weiteren entscheidenden Moment für die strategische Autonomie der EU im Weltraum.
Kurz gesagt
1. Zwei neue Galileo-Satelliten wurden erfolgreich von Kourou, Französisch-Guayana, mit einer Ariane-6-Rakete gestartet.
2. Der Start ist Teil der Mission Galileo L14 und stärkt die langfristige Zuverlässigkeit des Systems.
3. Die EU-Agentur für das Weltraumprogramm (EUSPA) hat die Kontrolle über die Satelliten einige Stunden nach dem Start übernommen.
4. Die Satelliten werden nach etwa drei Monaten Test- und Kalibrierungsphase in den operativen Dienst gehen.
5. Galileo ist das genaueste globale satellitengestützte Navigationssystem und wird von etwa 4,5 Milliarden Menschen genutzt.
Kurz nach der Trennung vom Trägersystem hat die Agentur der Europäischen Union für das Weltraumprogramm (EUSPA) die operationale Kontrolle über die Satelliten im Rahmen der kritischen Start- und frühen Orbitphase (LEOP) übernommen. Etwa vier Stunden nach dem Start haben die EUSPA-Teams, unterstützt von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) und industriellen Partnern, die Kommunikationsverbindungen, die korrekte Platzierung in der Umlaufbahn und die Entfaltung der Solarpanels bestätigt.
In den kommenden Tagen und Wochen werden die Satelliten kontinuierlichen Tests der Subsysteme und orbitalen Manöver unterzogen, um sie in die endgültige Umlaufbahn in einer Höhe von 23.220 Kilometern zu bringen. Die LEOP-Phase, zusammen mit der Testung der Nutzlast, wird etwa drei Monate dauern, nach denen die Satelliten in die operationale Galileo-Konstellation integriert werden.
Sobald sie operationell sind, werden die neuen Satelliten zur Verbesserung der Verfügbarkeit der Dienste und der Robustheit des Systems beitragen, da sie kontinuierlich vom Galileo-Sicherheitsüberwachungszentrum überwacht werden, das den Schutz und die Integrität der Dienste gewährleistet, auch für sensible Anwendungen.
Galileo ist derzeit das genaueste globale satellitengestützte Navigationssystem und bietet eine Genauigkeit von etwa einem Meter für offene Dienste und bis zu 20 Zentimeter durch den Hochpräzisionsdienst. Das System wird weltweit für essentielle Anwendungen wie Straßen-, See- und Luftnavigation, Notfalleinsätze, Drohnenbetrieb, Präzisionslandwirtschaft, Telekommunikation und Finanztransaktionen, die auf exakte Synchronisation angewiesen sind, genutzt.
Über die operationale Dimension hinaus hat der Start auch eine strategische Bedeutung. EUSPA spielt eine zentrale Rolle nicht nur bei der Nutzung des Systems, sondern auch bei der Anpassung der Leistungen von Galileo an die Bedürfnisse des Marktes und bei der Unterstützung europäischer Unternehmen, die satellitengestützte Anwendungen entwickeln. Schätzungen zufolge könnte der globale Markt für GNSS-Dienste bis 2033 580 Milliarden Euro erreichen, was Galileo zu einem Pfeiler der digitalen Wettbewerbsfähigkeit Europas macht.
Der Geschäftsführer von EUSPA, Rodrigo da Costa, betonte, dass jeder erfolgreiche Start das Engagement der EU zur Bereitstellung sicherer und zuverlässiger Navigationsdienste stärkt und fügte hinzu, dass die neuen Satelliten "einen neuen Baustein" im Aufbau der Resilienz und Innovationsfähigkeit Europas darstellen.
Das Galileo-Programm wird von der Europäischen Union finanziert und von der Europäischen Kommission verwaltet, während die täglichen Operationen von EUSPA sichergestellt werden, und die technische Entwicklung mit Unterstützung von ESA und der europäischen Industrie erfolgt.
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