Die Fluggesellschaft Ryanair reduziert ihren Flugplan für den Zeitraum von November 2026 bis März 2027 und streicht voraussichtlich rund 10.000 Flüge. Die irische Fluggesellschaft begründet dies mit dem rasanten Anstieg des Preises für Flugkraftstoff, der um rund 80 Prozent auf nahezu 1.300 US-Dollar pro Tonne gestiegen ist. Die Entscheidung zielt darauf ab, die Verluste in der Wintersaison zu begrenzen, insbesondere auf weniger profitablen Strecken und bei weniger rentablen Flugfrequenzen. Zu den möglicherweise betroffenen Verbindungen gehören Flüge zwischen italienischen Flughäfen wie Rom-Ciampino, Bergamo, Mailand-Malpensa und Venedig sowie London-Stansted, außerdem die Strecken Bari–Weeze und Rom–Gran Canaria.
Obwohl Ryanair im August mit 22,2 Millionen Passagieren und einer Auslastung von 96 Prozent einen Rekord meldete, senkte das Unternehmen seine Jahresprognose. Für das Geschäftsjahr April 2026 bis März 2027 erwartet der Betreiber 214 Millionen Passagiere statt der ursprünglich geschätzten 216 Millionen. Die Anpassung des Flugplans könnte die Verluste um 70 bis 100 Millionen Euro verringern. Ryanair warnt jedoch, dass die Preise für Kurzstreckenflüge deutlich steigen werden, wenn der Ölpreis auf dem aktuellen Niveau bleibt. Das Unternehmen hat 80 Prozent seines Kerosinbedarfs bis März 2027 abgesichert, für die folgenden zwölf Monate jedoch nur 15 Prozent.
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