Die Europäische Volkspartei kündigt die Blockade des Handelsabkommens EU–USA angesichts der tarifären Bedrohungen an, fordert strategische Ruhe und unterstützt das Abkommen EU–Mercosur als geopolitische Regel-basierte Alternative.
Die Europäische Volkspartei hat beschlossen, das Handelsabkommen EU–USA als Reaktion auf die von der amerikanischen Administration formulierten tarifären Bedrohungen zu blockieren, während sie gleichzeitig das Abkommen EU–Mercosur als strategische Alternative positioniert und die Vermeidung einer Handelseskalation fordert.
Kurz gesagt
Die EVP hat das Abkommen EU–USA aufgrund der tarifären Bedrohungen auf Eis gelegt.
Tarife werden als geopolitisches Instrument abgelehnt.
Mercosur wird als Ausdruck des regelbasierten Handels präsentiert.
Die EVP fordert strategische Ruhe und lehnt die Eskalation ab.
In einem Pressebriefing in Straßburg kündigte Manfred Weber, der Präsident der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament, an, dass seine Fraktion beschlossen hat, das Handelsabkommen EU–USA aufgrund der von der amerikanischen Administration formulierten tarifären Bedrohungen auf Eis zu legen. Er bezeichnete die Nutzung von Zöllen als politisches Druckmittel als inakzeptabel.
„Es ist völlig inakzeptabel, jetzt mit Drohungen auf der Zollseite zu argumentieren und zu arbeiten.“
Weber erklärte, dass diese Entscheidung aus Sicht des Europäischen Parlaments das stärkste verfügbare Instrument in diesem Moment darstellt, da die Aussetzung des Abkommens bedeutet, dass die Vereinigten Staaten keinen Zugang zu einem zollfreien Zugang zum europäischen Binnenmarkt haben werden. Laut ihm ist die übermittelte Botschaft eine klare, aber kalkulierte.
Gleichzeitig betonte der EVP-Chef, dass die Europäische Union nicht durch Eskalation reagieren sollte und warnte vor der Nachahmung eines konfrontativen Stils. Er empfahl einen ruhigen und strategischen Ansatz, den er als „europäischen Stil“ bezeichnete, im Gegensatz zur Vorgehensweise der amerikanischen Administration.
„Ich empfehle, in diesen Handelsgesprächen ruhig zu bleiben und nicht weiter zu eskalieren. Lassen Sie es uns im europäischen Stil tun.“
In der Sichtweise der EVP stellt die Blockade des Abkommens EU–USA keinen Bruch der transatlantischen Beziehungen dar, sondern ein legitimes Druckmittel, um zu einer zuverlässigen und regelbasierten Herangehensweise zurückzukehren. Weber betonte, dass die laufende Woche dem Dialog und den politischen Kontakten auf hoher Ebene gewidmet ist.
In diesem Kontext stellte der EVP-Chef das Abkommen EU–Mercosur als klare geopolitische Alternative dar und verband es ausdrücklich mit der Verteidigung der regelbasierten internationalen Handelsordnung.
„Mercosur ist für mich das Anti-Trump-Abkommen, weil es zeigt, dass ein regelbasierter Ansatz weiterhin möglich ist.“
Weber wiederholte, dass die EVP den freien Handel unterstützt, aber auch die Interessen der europäischen Landwirte schützt, und betonte die Bedeutung von Schutzmechanismen und der Möglichkeit von Marktinterventionen im Falle von Ungleichgewichten.
Die Positionierung der EVP kommt zu einem Zeitpunkt erhöhter Spannungen in den Handelsbeziehungen EU–USA, die durch tarifäre Bedrohungen und Unsicherheiten hinsichtlich der Einhaltung bestehender Abkommen verursacht werden. Durch die Blockade des Abkommens EU–USA und die Förderung von Mercosur versucht die EVP, eine europäische Handelspolitik zu gestalten, die Festigkeit, strategische Ruhe und Diversifizierung der Partnerschaften kombiniert.
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