Mindestens 82 Menschen sind nach dem Einsturz der Goldmine al-Zara in Nuhud in der Provinz Westkordofan im Sudan ums Leben gekommen. Das Unglück begann am Sonntag, als einer der Schächte einstürzte; anschließend weitete sich der Einsturz auf die miteinander verbundenen Stollen aus. Dutzende Menschen gelten weiterhin als vermisst.
Einsatzkräfte versuchen, zu den Opfern vorzudringen, die sich in Tiefen von mehr als 30 Metern befinden. Der Einsatz wird jedoch durch den Mangel an Geräten erschwert. Den Rettungskräften steht nur ein privater Gabelstapler zur Verfügung, sodass sie Erde und Gestein nicht schnell beseitigen können. In der Mine arbeiteten Dutzende Menschen. Überlebende beschrieben die Lage als äußerst ernst.
Der Abbau erfolgt informell und verfügt nicht über grundlegende Sicherheitsmaßnahmen. Die Mine erstreckt sich über etwa einen Kilometer in einem Gebiet mit sandigem und instabilem Boden. Die Region wird von den Rapid Support Forces (RSF) kontrolliert, einer paramilitärischen Gruppierung, die am 2023 ausgebrochenen Krieg gegen die sudanesische Armee beteiligt ist.
Der Sudan ist ein bedeutender Goldproduzent, doch Unfälle in kleinen Bergwerken sind aufgrund unzureichend durchgesetzter Sicherheitsstandards häufig. Das illegal geförderte Gold wird nach Angaben von UN-Experten zur Finanzierung des Konflikts verwendet.
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