Die vom Iran unterstützten Huthi-Milizen im Jemen erklären, sie hätten Drohnen sowie ballistische Raketen und Marschflugkörper auf die Hauptstadt Saudi-Arabiens, Riad, und auf Energieanlagen an der Küste des Roten Meeres abgefeuert. Die Angriffe sollen am Samstag als Reaktion auf saudische Luftangriffe auf die jemenitische Hauptstadt Sanaa erfolgt sein.
Die saudischen Behörden teilten mit, sie hätten eine auf Riad gerichtete ballistische Rakete abgefangen und zerstört, bestätigten jedoch weder die anderen Angriffe noch das Vorhandensein von Opfern. In der Hauptstadt wurden erstmals seit der Intensivierung der Huthi-Angriffe auf Saudi-Arabien im Juli die Luftalarmwarnungen aktiviert.
In der Nähe von Treibstofftanks unweit des internationalen Flughafens von Riad wurde eine schwarze Rauchwolke beobachtet, und die Flüge wurden vorübergehend ausgesetzt.
Die von Saudi-Arabien geführte Koalition erklärte, die Luftabwehr habe Angriffsversuche auf Städte wie Bish, Taif, Farasan und Yanbu abgewehrt.
Der Huthi-Militärsprecher Yahya al-Sarea behauptete, Ziele in Riad sowie Anlagen des Erdölunternehmens Aramco in Yanbu seien angegriffen worden. Er warf Saudi-Arabien vor, in der vergangenen Woche 300 Luftangriffe im Jemen durchgeführt zu haben.
Der Konflikt findet vor dem Hintergrund des Bürgerkriegs zwischen den Huthi und der international anerkannten jemenitischen Regierung statt, die von Riad unterstützt wird.
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