Eine Hackergruppe fordert von Revolut ein Lösegeld in Höhe von 3 Millionen Dollar, nachdem sie angeblich die persönlichen Daten von rund 680 europäischen Kunden gestohlen hat. Die Informationen wurden über ein kompromittiertes institutionelles E-Mail-Konto erlangt, das der Präfektur von Reggio Calabria, Italien, zugeordnet ist. Die italienischen Staatsanwälte haben Ermittlungen eingeleitet, und die Hacker drohen damit, die Daten an andere kriminelle Gruppierungen zu verkaufen, wenn sie das Geld nicht innerhalb von 24 Stunden erhalten.
Die Forderung wurde am Mittwoch, dem 17. September 2026, auf einer Dark-Web-Website von der Gruppierung veröffentlicht, die sich „iamnotavillain“ nennt. Die Hacker verlangen die Zahlung in Monero, einer schwer nachverfolgbaren Kryptowährung, und behaupten, im Besitz von etwa 147 Gigabyte an Daten zu sein. Zu den Informationen, die angeblich gestohlen wurden, sollen Fotos, Passdaten, Führerscheine und andere Identitätsdokumente gehören.
Revolut bestätigte, dass die Daten einiger Kunden betroffen waren, erklärte jedoch, dass nicht auf deren Guthaben zugegriffen wurde. Die Gruppierung übermittelte der Financial Times eine etwa 60-sekündige Aufnahme, in der ein Nutzer Dokumente durchblättert, die nach Angaben der Hacker von der Bank stammen.
Die Ermittlungen werden von der Staatsanwaltschaft in Reggio Calabria koordiniert, unter Beteiligung der Nationalen Antimafia- und Antiterrordirektion sowie der auf Computerkriminalität spezialisierten Polizei. Die Behörden versuchen festzustellen, ob ein Computer der Präfektur oder des italienischen Innenministeriums kompromittiert wurde und ob die E-Mail-Adresse infiltriert oder geklont worden war. Die italienische Datenschutzbehörde prüft mögliche Sicherheitsverletzungen und hat die Finanzinstitute aufgefordert, ihre Sicherheitssysteme dringend zu überprüfen.
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