Großbritannien erwägt die Einführung von Zöllen auf aus China importierte Elektrofahrzeuge. Hintergrund sind Befürchtungen, dass chinesische Hersteller, die durch Subventionen unterstützt werden, ihre Fahrzeuge im Vereinigten Königreich unter den Produktionskosten verkaufen. Dies berichtete The Times am Sonntag.
Der britische Handelsminister Jonathan Reynolds arbeitet der Zeitung zufolge an verschiedenen Optionen für die Besteuerung. Die Maßnahme könnte ein ähnliches Niveau erreichen wie die von der Europäischen Union für bestimmte chinesische Elektrofahrzeuge verhängten Zölle von bis zu 45 Prozent.
Die Regierung in London stellte jedoch klar, dass derzeit keine Zölle auf Importe von Elektrofahrzeugen aus China eingeführt wurden. Ein Sprecher erklärte, die Behörden arbeiteten mit der Industrie zusammen, damit die Handelspolitik sowohl die nationalen Interessen als auch die Wettbewerbsfähigkeit des Automobilsektors berücksichtige.
Die Gespräche finden vor dem Hintergrund der Pläne Brüssels statt, „Made in Europe“-Regeln einzuführen, darunter Vorgaben zum lokalen Anteil von Elektrofahrzeugen, die in der Europäischen Union verkauft werden. Die Vorschriften könnten bereits im kommenden Jahr in Kraft treten und britische Hersteller betreffen, die auf den EU-Markt exportieren.
London versucht, im Rahmen dieser Regelungen den Status eines „vertrauenswürdigen Partners“ zu erlangen, um neue Handelsbarrieren zu vermeiden. Die Europäische Kommission soll Großbritannien aufgefordert haben, seine Zölle auf chinesische Fahrzeuge zu erhöhen und seine Handelspolitik stärker an die der EU anzupassen.
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