Die Europäische Union hat China aufgefordert, seine Exporte von Hybridautos auf den Gemeinschaftsmarkt freiwillig zu begrenzen, um einen Handelskrieg zu verhindern und die europäische Industrie zu schützen. Laut der Financial Times möchte Brüssel, dass chinesische Hybridautos etwa 15 % des EU-Marktes ausmachen.
Die Forderung ist Teil eines umfassenderen Maßnahmenpakets, das zwischen Brüssel und Peking erörtert wird. Die EU fordert China außerdem auf, die Exporte bestimmter Produkte, darunter auch verschiedene chemische Substanzen, zu beschränken und mehr europäische Waren zu kaufen.
Ein europäischer Beamter warnte, dass der Staatenbund ohne freiwillige Beschränkungen eigene Restriktionen einführen könnte. Ihm zufolge zielen die Maßnahmen darauf ab, die Deindustrialisierung zu stoppen und Handelsungleichgewichte zu bewältigen.
Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, erklärte, dass die EU alle verfügbaren Instrumente einsetzen werde, um das Handelsdefizit mit China zu verringern. Dieses belief sich im vergangenen Jahr auf 360,6 Milliarden Euro und stieg in den ersten sechs Monaten des Jahres um 9 %. Brüssel wirft Chinas Überkapazitäten in der Produktion vor, die Exporte von Batterien, Autos und chemischen Produkten angeheizt zu haben. Peking weist die Vorwürfe zurück und betrachtet die europäischen Kritikpunkte als protektionistische Maßnahmen.
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