Die US-Notenbank Federal Reserve hat am Mittwoch den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf eine Spanne von 3,75–4 % angehoben und signalisiert, dass sie bis zum Jahresende eine weitere Erhöhung vornehmen könnte. Die unter der Leitung des neuen Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh einstimmig getroffene Entscheidung fällt vor dem Hintergrund anhaltenden Inflationsdrucks in der US-Wirtschaft.
Den neuen Projektionen zufolge erwarten 16 der 18 Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses in diesem Jahr mindestens eine weitere Erhöhung um 25 Basispunkte. Die Fed geht davon aus, dass der Leitzins Ende 2026 zwischen 4 % und 4,25 % liegen und 2027 auf einem ähnlichen Niveau bleiben wird.
Die Inflation wird durch Zölle auf Importe, den durch den Konflikt im Nahen Osten ausgelösten Energieschock und massive Investitionen in den Bereich der künstlichen Intelligenz angeheizt. Die PCE-Inflation wird für das Jahresende auf 3,7 % geschätzt und liegt damit über der bisherigen Prognose von 3,6 %. Eine Rückkehr zum Zielwert von 2 % wird frühestens 2029 erwartet.
Die Fed hat ihre Schätzung für das Wachstum der US-Wirtschaft leicht auf 2,3 % nach oben korrigiert und rechnet mit einer Arbeitslosenquote von 4,1 %. Die Zinserhöhung wird die Kreditkosten steigern, zu einem Zeitpunkt, an dem sich die Hypothekenzinsen für 30-jährige Darlehen der Marke von 7 % nähern.
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