Das Europäische Parlament fordert die Beseitigung interner Barrieren für die schnelle Bewegung von Truppen und militärischer Ausrüstung auf dem Territorium der Union, in einer Initiative, die als „Militärisches Schengen“ bekannt ist. Die Resolution spiegelt die Lehren aus dem Krieg in der Ukraine wider und markiert einen grundlegenden Wandel in der Art und Weise, wie die EU ihre Infrastruktur und internen Regeln an die Sicherheitsanforderungen anpasst. Das Europäische Parlament unterstützt die Schaffung eines „Militärischen Schengen“ für die schnelle Mobilität von Truppen in der EU. Das Europäische Parlament unterstützt die Beseitigung interner Barrieren für die schnelle Bewegung von Truppen und militärischer Ausrüstung in der EU, in einer Initiative, die als „Military Schengen“ bekannt ist. Brüssel, 17. Dezember 2025 – Das Europäische Parlament hat eine Resolution verabschiedet, die die Schaffung eines sogenannten „Military Schengen“ unterstützt, einen Rahmen, der die schnelle und ungehinderte Bewegung von Truppen und militärischer Ausrüstung auf dem Territorium der Europäischen Union ermöglichen würde. Die Resolution wurde mit 493 Stimmen dafür, 127 Stimmen dagegen und 38 Enthaltungen angenommen, vor dem Hintergrund wachsender Bedenken hinsichtlich der europäischen Sicherheit und des von Russland gegen die Ukraine ausgelösten Krieges.
Kurz gesagt Das Europäische Parlament hat eine Resolution zur militärischen Mobilität in der EU verabschiedet.
Die Abgeordneten fordern die Beseitigung administrativer Hindernisse und massive Investitionen in die Infrastruktur. Das Ziel ist die Bewegung von Truppen innerhalb von maximal 24 Stunden in Krisensituationen und drei Tagen in Friedenszeiten. Das Parlament unterstützt die Erhöhung des Budgets für militärische Mobilität auf über 17 Milliarden Euro. Die Initiative zielt insbesondere auf die Sicherheit der östlichen Flanke der EU und die Zusammenarbeit mit der NATO ab.
Die Abgeordneten weisen darauf hin, dass die Verlagerung militärischer Ausrüstung zwischen den Mitgliedstaaten derzeit mehr als einen Monat dauern kann, aufgrund administrativer Barrieren, unterschiedlicher nationaler Verfahren und unzureichend angepasster Infrastruktur. In einem Krisenszenario könnten solche Verzögerungen erhebliche Folgen haben, insbesondere für die Länder an der östlichen Flanke, wie die baltischen Staaten und Polen.
Die Resolution fordert substanzielle Investitionen in die Infrastruktur – Straßen, Schienen, Brücken und Tunnel – die in der Lage sind, den Transport schwerer Ausrüstung zu unterstützen, sowie die Vereinfachung der grenzüberschreitenden Genehmigungen durch digitale Lösungen und ein „One-Stop-Shop“-System. Das Parlament empfiehlt außerdem die Schaffung einer Taskforce für militärische Mobilität und die Ernennung eines europäischen Koordinators, der die Umsetzung der Initiativen überwacht.
Haushaltstechnisch begrüßt das Parlament den Vorschlag der Europäischen Kommission, über 17 Milliarden Euro für die militärische Mobilität im nächsten mehrjährigen Finanzrahmen bereitzustellen, und warnt die Mitgliedstaaten davor, die drastischen Kürzungen im Budget 2021–2027 zu wiederholen. Nach Schätzungen der Abgeordneten würde die Modernisierung von etwa 500 kritischen Infrastrukturpunkten Investitionen von mindestens 100 Milliarden Euro erfordern.
Die Initiative ist als ein Dual-Use-Projekt konzipiert, mit sowohl militärischen als auch zivilen Vorteilen, da die Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur auch zur wirtschaftlichen Mobilität beitragen würde. Gleichzeitig betont das Parlament, dass militärische Mobilität eine Schlüsselpriorität für die EU-NATO-Zusammenarbeit ist und fordert gemeinsame Übungen und regelmäßige Stresstests, um bestehende Blockaden zu identifizieren und zu beseitigen.
Die Abgeordneten haben gefordert, dass die EU sich an die NATO-Standards anpasst, damit die schnellen Eingreiftruppen die internen Grenzen der Union innerhalb von maximal drei Tagen in Friedenszeiten und 24 Stunden in Krisensituationen überqueren können. Der nächste Schritt ist die Einleitung der legislativen Arbeiten in den Ausschüssen für Verkehr und Verteidigung des Parlaments, basierend auf dem im November von der Kommission vorgelegten Paket zur militärischen Mobilität.
Das Konzept der militärischen Mobilität wurde 2017 auf europäischer Ebene im Rahmen der EU-NATO-Zusammenarbeit eingeführt, aber seine Umsetzung war langsam und fragmentiert. Der Krieg in der Ukraine hat das Thema wieder in den Vordergrund gerückt und die aktuellen Grenzen der Infrastruktur und der administrativen Koordination in der EU aufgezeigt. Die Initiative „Military Schengen“ spiegelt einen breiteren Trend zur Anpassung des Binnenmarktes und der Verkehrspolitiken an die neuen Sicherheitsrealitäten wider.
https://2eu.brussels/ro/stiri/parlamentul-european-sustine-crearea-unui-schengen-militar-pentru-mobilitate-rapida-a-trupelor-in-ue