Europa steht unter Druck, einen glaubwürdigen Verhandler im Konflikt mit Russland zu finden, und der Name der Chefin der europäischen Diplomatie, Kaja Kallas, wird aufgrund ihrer festen Positionen gegenüber dem Kreml mit Vorbehalten betrachtet, so Politico.
Kaja Kallas, die Premierministerin Estlands, war eine lautstarke Kritikerin direkter Verhandlungen mit Russland, aber in der vergangenen Woche wurde sie als Verhandlerin für den EU-Dialog mit Moskau vorgeschlagen und erklärte, dass sie 'durch die Fallen' Russlands sehen könne. Dennoch haben drei anonyme EU-Diplomaten gegenüber Politico erklärt, dass ihre feste anti-russische Haltung eine schnelle Ablehnung durch Wladimir Putin zur Folge hätte, was zu dem Schluss führte, dass sie aus dem Rennen ausgeschlossen wurde.
Brüssel sucht weiterhin nach anderen Kandidaten, darunter die ehemalige deutsche Kanzlerin Angela Merkel, der finnische Präsident Alexander Stubb und der ehemalige italienische Premierminister Mario Draghi.
Wladimir Putin bezeichnete den ehemaligen deutschen Kanzler Gerhard Schröder als geeigneten Verhandler, jedoch wies Kaja Kallas diesen Vorschlag zurück. Gleichzeitig betonte Kanzler Friedrich Merz, dass Europa entscheiden wird, wer es in den Verhandlungen mit Russland vertreten wird.
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