Der Nachrichtendienst des Bundes von Schweiz hat angekündigt, dass er die Akten zu Josef Mengele, einem berüchtigten Nazi-Kriegsverbrecher, öffnen wird, ohne jedoch ein genaues Datum anzugeben. Mengele, bekannt als der „Engel des Todes“, war verantwortlich für den Tod von etwa 1,1 Millionen Menschen in Auschwitz. Nach dem Krieg floh er nach Südamerika, aber es gibt Gerüchte, dass er Zeit in der Schweiz verbracht hat, wo er durch einen internationalen Haftbefehl gesucht wurde. Historiker fordern seit Jahren Zugang zu diesen Akten, aber die Schweizer Behörden haben dies aus Gründen der nationalen Sicherheit abgelehnt.
Vor kurzem erklärte der Nachrichtendienst des Bundes nach Druck von Forschern, dass er den Zugang erlauben wird, jedoch unter „Bedingungen und Anforderungen“, die noch festgelegt werden müssen. Viele Historiker befürchten, dass die Akten übermäßig geschwärzt werden, was die Verschwörungstheorien anheizen könnte. Obwohl Mengele 1979 starb, bleiben die Fragen zu seiner möglichen Anwesenheit in der Schweiz unbeantwortet, und die Öffnung der Akten könnte neue Perspektiven auf die Rolle der Schweiz bei der Versteckung von Kriegsverbrechern bieten.
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