Die Norwegische Universität für Wissenschaft und Technologie (NTNU) und die Universität Tokio haben eine innovative Entdeckung gemacht, indem sie den feinen Sand aus der Wüste in ein solides Baumaterial verwandelt haben, das als Botanical Sand Concrete bezeichnet wird.
Diese Lösung beantwortet das Paradoxon der Bauindustrie, die Sand aus traditionellen Quellen abbaut, was negative Auswirkungen auf die Umwelt hat, während die Wüsten voller als nutzlos betrachteten Sand sind.
Ren Wei, Forscher an der NTNU, erklärt, dass der wüstenartige Sand, der zu fein für herkömmlichen Beton ist, seine Verwendung im Bauwesen eingeschränkt hat. Die neue Methode kombiniert den wüstenartigen Sand mit Holzstaub und unterzieht sie einem thermischen Pressprozess bei Temperaturen von etwa 180 Grad, ohne Zement zu verwenden. Die Lignin im Holz wirkt als natürlicher Kleber und verbindet die Sandpartikel. Labortests haben gezeigt, dass das Material die japanischen Industriestandards für Pflastersteine und Fußgängerflächen erfüllt.
Der Hauptvorteil für die Umwelt besteht darin, dass das Material lokal produziert werden kann, was den Transport reduziert.
Die Forscher untersuchen auch die Verwendung von landwirtschaftlichen Abfällen anstelle von Holz, obwohl weitere Tests für den großflächigen Einsatz in kalten Klimazonen erforderlich sind.
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