Die geänderte EuroHPC-Verordnung zielt darauf ab, eine weltweite Recheninfrastruktur aufzubauen und gleichzeitig Start-ups und wachsende Unternehmen zu schützen.
Brüssel, 16. Januar 2026 – Der Rat der Europäischen Union hat heute eine wesentliche Änderung der Verordnung verabschiedet, die das Gemeinsame Unternehmen für Hochleistungsrechnen in Europa (EuroHPC JU) regelt. Dieser gesetzgeberische Schritt erweitert offiziell die Ziele der Einrichtung, um die Schaffung von "Gigafabriken für KI" in ganz Europa zu erleichtern, und führt eine Säule für Quanten-technologien ein.
Kurz gesagt
Der Rat hat eine Änderung der EuroHPC-Verordnung verabschiedet, um die Schaffung von Gigafabriken für KI und einer Säule für Quanten-technologie zu erleichtern.
Die neuen Vorschriften fördern öffentlich-private Partnerschaften und legen spezifische Schutzmaßnahmen für Start-ups und wachsende Unternehmen fest.
Die Verordnung wird am 19. Januar im Amtsblatt veröffentlicht und tritt am folgenden Tag in Kraft.
Die überarbeitete Verordnung genehmigt die Entwicklung und den Betrieb von Gigafabriken für KI – einer weltweiten KI-Recheninfrastruktur, die darauf abzielt, die industrielle Basis und die globale Wettbewerbsfähigkeit Europas zu stärken. Der Rahmen fördert die Zusammenarbeit durch öffentlich-private Partnerschaften, die Mitgliedstaaten und Interessengruppen aus der Industrie einbeziehen. Entscheidenderweise legt der Text spezifische Normen für die Finanzierung und öffentliche Aufträge fest und gewährleistet gleichzeitig den Schutz der Interessen von Start-ups und wachsenden Unternehmen (Scale-ups). Die Änderung ist darauf ausgelegt, den Partnern die notwendige Flexibilität zur Optimierung der Ergebnisse zu bieten, mit dem Ziel, die Führungsposition Europas sowohl im Bereich KI als auch im Quantenbereich zu sichern.
Nicodemos Damianou, der zypriotische Staatssekretär für Forschung, Innovation und digitale Politik, beschrieb die Entscheidung als "mutigen und entschlossenen Schritt". Er betonte, dass KI die digitale Zukunft definiert und dass Investitionen in die Infrastrukturkapazität entscheidend sind, um die Resilienz und Souveränität Europas zu fördern. "Dieser Schritt zeigt unser Engagement, die Führungsposition Europas in diesem transformativen Bereich zu sichern", sagte Damianou.
Nach der heutigen Genehmigung wird der Gesetzesentwurf am 19. Januar im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht und tritt am folgenden Tag in Kraft. Diese Änderung basiert auf den vorherigen Änderungen von 2024 und einem Vorschlag der Kommission aus Juli 2025, der das bestehende Konzept von KI-Fabriken in "Gigafabriken" in größerem Maßstab umwandelt, um Innovationen zu beschleunigen.
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