Die deutsche Justiz hat sieben mutmaßliche Hamas-Mitglieder angeklagt, die zwischen Oktober und Mai festgenommen worden waren und Anschläge in Deutschland und Österreich auf jüdische und pro-israelische Personen vorbereitet haben sollen. Die Anklageschrift wurde am Dienstag von der Bundesanwaltschaft beim Kammergericht Berlin eingereicht.
Bei den Beschuldigten handelt es sich um zwei deutsche Staatsangehörige, drei Libanesen, einen Bulgaren und einen Dänen. Ihnen werden die Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung, die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat und Verstöße gegen das Waffenrecht vorgeworfen.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll die Hamas die Anschläge ab Juli 2025 geplant haben, in einem Zeitraum nahe dem zweiten Jahrestag des Anschlags vom 7. Oktober 2023. Bei den geplanten Zielen soll es sich um Vertreter Israels, jüdische Personen oder Menschen mit pro-israelischen Ansichten gehandelt haben.
Zum Zeitpunkt der ersten Festnahmen im Oktober soll die Gruppe ein automatisches Gewehr, 13 Pistolen und mehr als 700 Schuss Munition beschafft haben. Die Hamas bestritt damals jegliche Verbindung zu drei der Beschuldigten. Ein weiterer mutmaßlicher Komplize, der im November in London festgenommen wurde, wird separat strafrechtlich verfolgt. Er soll einen Teil der Waffen nach Wien gebracht und ein Bekennervideo aufgenommen haben.
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