Der Krieg im Iran könnte die amerikanischen Steuerzahler viel mehr kosten als die offiziellen Schätzungen, so die Analyse von Professorin Linda Bilmes von Harvard. Sie schätzt, dass die Ausgaben der USA auf etwa eine Billion Dollar steigen werden, mit kurzfristigen Kosten von etwa 2 Milliarden Dollar pro Tag während der 40 Tage aktiven Konflikts.
In den ersten sechs Tagen des Krieges berichtete das Pentagon von Ausgaben in Höhe von 11,3 Milliarden Dollar, jedoch deutet Bilmes an, dass die tatsächliche Zahl näher bei 16 Milliarden liegen könnte, aufgrund von Diskrepanzen in der Kostenberichterstattung. Die langfristigen Kosten umfassen den Wiederaufbau der Infrastruktur und die Leistungen für betroffene Soldaten, was zusätzlichen Druck auf den Bundeshaushalt ausüben wird.
Das Weiße Haus hat eine erhebliche Erhöhung des Verteidigungshaushalts gefordert, und diese Ausgaben werden zur Erhöhung des Haushaltsdefizits und der nationalen Schulden beitragen, die derzeit über 31 Billionen Dollar hinausgeht. Bilmes betont, dass diese Kosten zukünftige Generationen belasten werden, da die USA sich zu hohen Zinsen verschulden, um den Krieg zu finanzieren.