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Das Parlament Ungarns hat am Dienstag die Gründung einer neuen Agentur, der Nationalen Behörde für Vermögensrückgewinnung (NVVH), mit 143 Stimmen dafür und 47 dagegen beschlossen.
Die Gegenstimmen kamen von der Fidesz-Partei, die von dem ehemaligen Ministerpräsidenten Viktor Orban geleitet wird. Ministerpräsident Péter Magyar erklärte, dass Fidesz "nicht gegen die Korruption kämpfen möchte".
Außerdem betonte Péter Magyar, dass die neue Agentur eine wichtige Rolle bei der Identifizierung und Rückgewinnung von "gestohlenen" Vermögenswerten und deren Rückführung an den Staat spielen wird. Magyar erklärte, dass in den letzten zwei Jahrzehnten durch Korruptionsakte "zigtausende Milliarden Forint" verloren gegangen sind.
Im Gegensatz dazu kritisierte Janos Boka, der Vorsitzende der Fidesz-KDNP-Parlamentsgruppe, die neue Behörde und nannte sie eine "politische Polizeimacht" und verglich sie mit der Geheimpolizei aus der kommunistischen Zeit, wobei er warnte, dass sie Einzelpersonen und Unternehmen aus politischen Gründen ins Visier nehmen könnte.
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