Bolt und der Autohersteller Lucid haben eine Partnerschaft zur Entwicklung und zum Betrieb einer Flotte autonomer Robotaxis in Europa angekündigt – zu einem Zeitpunkt, an dem die Unternehmen in der Region versuchen, den Rückstand gegenüber den Vereinigten Staaten und China zu verringern. Die beiden Firmen nannten weder einen Zeitplan für die Erreichung dieses Ziels noch die Höhe der geplanten Investition.
Im Rahmen der Vereinbarung wird Bolt die autonomen Fahrzeuge besitzen und betreiben. Die Unternehmen beabsichtigen, das vom US-amerikanischen Chiphersteller Nvidia entwickelte Hyperion-System einzusetzen. Die Robotaxis sollen in Lucids neuer Produktionsstätte in Saudi-Arabien gefertigt werden, die Anfang kommenden Jahres den Betrieb aufnehmen soll.
Bolt-CEO Markus Villig schätzt, dass im Laufe der Zeit Millionen von Robotaxis in Europa unterwegs sein könnten. Als größtes Hindernis für die Entwicklung autonomer Dienste nannte er jedoch die strengen Sicherheitsvorschriften. Bolt strebt bis 2035 eine Flotte von 100.000 autonomen Fahrzeugen an.
Die Partnerschaft markiert den Übergang der Technologie von Pilotprojekten zur kommerziellen Umsetzung. Im August haben Uber, Verne und Pony.ai Robotaxi-Dienste in Zagreb gestartet, während Waymo autonome Fahrzeuge in München testet und eine Einführung in Deutschland Ende 2027 vorbereitet.
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