Eine kürzlich in der Zeitschrift eClinicalMedicine veröffentlichte Studie hat die mit Phthalaten verbundenen Risiken hervorgehoben, chemische Verbindungen, die häufig in der Kunststoffproduktion verwendet werden. Laut der Forschung könnte die Exposition gegenüber Di-2-ethylhexylphthalat (DEHP) und Diisononylphthalat (DiNP) für fast zwei Millionen Frühgeburten und etwa 74.000 Todesfälle von Neugeborenen weltweit im Jahr 2018 verantwortlich sein.
Frühgeburten, definiert als solche, die vor der 37. Schwangerschaftswoche auftreten, können zu schweren Komplikationen führen, einschließlich Atemproblemen und Entwicklungsverzögerungen. Phthalate sind in zahlreichen Konsumgütern vorhanden, von Spielzeug und Lebensmittelverpackungen bis hin zu Kosmetikprodukten. Die Studie legt nahe, dass sie die Funktion der Plazenta beeinträchtigen können, was das Risiko von Frühgeburten erhöht. Die Forscher analysierten Daten aus über 200 Ländern und stellten fest, dass Regionen mit expandierenden Kunststoffindustrien, wie Afrika und Südasien, die höchste Belastung durch Frühgeburten aufweisen.
Obwohl die Forschung keinen direkten Kausalzusammenhang nachweist, empfehlen die Experten, die Exposition gegenüber Phthalaten zu reduzieren, indem Produkte gewählt werden, die mit 'phthalatfrei' gekennzeichnet sind, und strengere Vorschriften erlassen werden, um die Gesundheit der Verbraucher zu schützen.
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