Der PSD-Abgeordnete Alexandru Rogobete, ehemaliger Gesundheitsminister, fordert den kommissarischen Ministerpräsidenten Ilie Bolojan auf, dem Gesundheitsministerium und der Nationalen Krankenversicherung dringend Mittel aus dem Reservefonds zuzuweisen. Er warnt, dass Krankenhäuser, Notaufnahmen und Rettungsdienste wegen fehlender Finanzierung zusammenzubrechen drohen.
Rogobete erklärte am Mittwoch, dass mehrere Krankenhäuser nur noch bis zum Monatsende über medizinisches Material verfügten und 17 regionale Rettungsdienste angeblich keine Mittel mehr für Treibstoff hätten. Nach Angaben des Abgeordneten beeinträchtigt die Situation insbesondere die Behandlung kritischer Patienten, darunter Menschen mit Schlaganfällen, Herzinfarkten, Polytraumata und schweren Verbrennungen.
Eine besondere Situation herrsche am Institut „C.C. Iliescu“ in Bukarest. Rogobete zufolge erhielt die Einrichtung für den Monat September keine Finanzierung für die Programme der Herzchirurgie und andere spezifische Eingriffe. Ab Freitag könnte sie elektive Eingriffe einstellen und bis zur Erschöpfung der Vorräte nur noch Notfälle behandeln.
Der Abgeordnete ist der Ansicht, dass eine rasche Zuweisung aus dem Reservefonds die einzige Lösung für die unmittelbare Krise darstellt, da eine Haushaltsanpassung mindestens eine Woche dauern könnte und die Krankenhäuser dann keine Zeit mehr hätten, die benötigten Materialien zu bestellen und zu erhalten. Rogobete erklärt, dass das Gesundheitsministerium in den vergangenen zwei Wochen keine Antwort gegeben habe.
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