Die Republik Moldau verschob während eines durch eine russische Drohne ausgelösten Alarms den Start des Flugzeugs des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Der Flug wurde genehmigt, nachdem bestätigt worden war, dass die Drohne abgestürzt war, wie die Behörden in Chișinău erklärten. Die Beschränkungen sollten den Schutz der Luftfahrzeuge gewährleisten und verzögerten drei Abflüge und vier Ankünfte.
Kurz zusammengefasst
Der Luftraum wurde vorübergehend geschlossen, nachdem die Drohne aus Richtung Ukraine eingedrungen war. Die Maßnahme betraf sowohl Abflüge als auch Ankünfte, und Selenskyjs Flugzeug startete später als geplant.
Nach moldauischen Angaben wurden die Beschränkungen aufgehoben, nachdem bestätigt worden war, dass die Drohne in der Nähe von Mihăilenii Vechi im Rajon Rîșcani, etwa 160 Kilometer vom Flughafen Chișinău entfernt, abgestürzt und explodiert war.
Die Präsidentenberaterin Olga Roșca erklärt, dass die Genehmigung von Starts und Landungen, einschließlich des Flugs des ukrainischen Präsidenten, von der Bestätigung des Drohnenabsturzes abhängig gemacht wurde.
Diese Erklärung bezieht sich auf den Zeitpunkt der Wiederaufnahme des Flugverkehrs; sie legt nicht die Mindestentfernung zwischen der Drohne und dem Flugzeug vor dem Absturz fest.
Nach moldauischen Angaben wurde der Luftraum kurz nach 16:30 Uhr Ortszeit geschlossen, nachdem die Drohne aus Richtung Ukraine eingedrungen war. Die Beschränkungen wurden nach 17:20 Uhr aufgehoben, als die Behörden bestätigten, dass das Fluggerät im Norden des Landes abgestürzt und explodiert war. Das Flugzeug des ukrainischen Präsidenten startete anschließend vom Internationalen Flughafen Chișinău.
Olga Roșca, die außenpolitische Beraterin der Präsidentin der Republik Moldau, erklärte in einem Beitrag auf X, dass die Schließung des Luftraums dem Schutz der Luftfahrzeuge gedient habe, die das Land überflogen. „Die Flüge, einschließlich des Flugs von Präsident Selenskyj, erhielten die Genehmigung zum Start oder zur Landung erst, nachdem bestätigt worden war, dass die Drohne abgestürzt war“, schrieb sie.
Die Erklärung beschreibt eine Maßnahme für den vom Alarm betroffenen Luftverkehr, die auch den Präsidentenflug einschloss. Die drei verspäteten Abflüge und vier verspäteten Ankünfte zeigen, dass sich die Auswirkungen der Aussetzung auf mehrere Flüge erstreckten, ohne dass die verfügbaren Informationen die Dauer der jeweiligen Verspätung angeben.
Die Angaben erfolgten, nachdem der norwegische Ministerpräsident Jonas Gahr Støre erklärt hatte, das Flugzeug sei vor dem Start beinahe von einer Drohne getroffen worden. Reuters berichtet, dass er weder die Quelle der Information noch angegeben habe, wie nahe die Drohne gekommen sein soll.
Die Financial Times zitiert außerdem einen an Bord befindlichen ukrainischen Beamten, der behauptet, die Drohne habe sich gefährlich genähert und das Flugzeug möglicherweise ins Visier genommen. Die Zeitung berichtet, dass die ukrainischen Behörden den Vorfall untersuchen; die Hypothese einer gezielten Zielerfassung bleibt eine Aussage der Quelle.
Der Vorfall ereignete sich am 8. September. Die von der moldauischen Seite mitgeteilte Entfernung von etwa 160 Kilometern bezieht sich auf die Absturzstelle im Verhältnis zum Flughafen, nicht auf die maximale Annäherung der Drohne an das Flugzeug entlang der gesamten Strecke. Die Bestätigung des Absturzes vor der Genehmigung des Starts erklärt die auf den Flug angewandte Sicherheitsmaßnahme, beantwortet diese Frage jedoch nicht allein.
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