Das Flugzeug, das den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj beförderte, startete am Dienstagabend verspätet vom Internationalen Flughafen Chișinău, nachdem der Luftraum der Republik Moldau wegen des Eindringens einer russischen Drohne vorübergehend geschlossen worden war.
Der Sprecher der Regierung in Chișinău, Dumitru Ciorici, erklärte, dass die Drohne am 8. September nach 16:30 Uhr unerlaubt aus Richtung Ukraine in den moldauischen Luftraum eingedrungen sei. Die Behörden verhängten zum Schutz der in der Region befindlichen Flugzeuge Beschränkungen; drei Flugzeuge verspäteten sich beim Start und vier weitere bei der Landung. Zu den betroffenen Luftfahrzeugen gehörte auch das des ukrainischen Präsidenten.
Nach 17:20 Uhr bestätigten die Behörden, dass die Drohne in der Nähe der Ortschaft Mihăilenii Vechi im Bezirk Râșcani, etwa 160 Kilometer vom Flughafen entfernt, am Boden explodiert war. Die Flugbeschränkungen wurden anschließend aufgehoben.
Die Erklärung der moldauischen Regierung erfolgte, nachdem der norwegische Ministerpräsident Jonas Gahr Stoere dem öffentlich-rechtlichen Sender NRK gesagt hatte, Selenskyjs Flugzeug sei beim Startvorbereitungen in Moldau nur knapp von einer Drohne getroffen worden.
„Sein Flugzeug wurde beinahe von einer Drohne getroffen, als es gerade aus Moldau starten wollte. Das ist die Realität, mit der er konfrontiert ist“, erklärte der norwegische Ministerpräsident Jonas Gahr Stoere.
Die Behörden in Chișinău bestätigten die Verspätung des Fluges, erklärten jedoch nicht, dass das Präsidentenflugzeug direkt ins Visier genommen worden sei. Selenskyj traf anschließend in Oslo zu den Trauerfeierlichkeiten für König Harald V. ein.
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