Die Europäische Kommission hat einen Fünf-Punkte-Plan zur Stärkung der Sicherheit und Widerstandsfähigkeit der Außengrenzen der Europäischen Union sowie zur Bewältigung plötzlicher und massenhafter illegaler Ankünfte vorgeschlagen. Die Initiative wird den Mitgliedstaaten auf der Tagung des Rates für Justiz und Inneres am 1. und 2. Oktober 2026 vorgestellt.
Der Plan reagiert auf den jüngsten Druck an den östlichen Grenzen der EU und im Mittelmeerraum, einschließlich der Krise in Ceuta in diesem Sommer. Obwohl die illegalen Grenzübertritte auf dem niedrigsten Stand seit 2021 liegen, warnt die Kommission, dass Notlagen rasch entstehen können.
Die erste Stoßrichtung sieht eine verstärkte Zusammenarbeit mit Partnerländern vor, unter anderem durch Frühwarnmechanismen und Initiativen für Arbeitsplätze für junge Menschen. Die zweite zielt darauf ab, die Grenzen zu stärken und das Mandat von Frontex durch ein größeres stehendes Korps, eine verstärkte Überwachung und zusätzliche Zuständigkeiten im Bereich der Rückführungen auszuweiten.
Die Kommission schlägt außerdem die Überwachung sozialer Netzwerke, die schnelle Übermittlung von Informationen an EUROSUR, die Bekämpfung von Desinformation und die Zerschlagung von Schleusernetzwerken vor. Die fünfte Stoßrichtung betrifft die Beschleunigung der Rückführungen, die Zusammenarbeit mit Drittstaaten und die Digitalisierung der Verfahren. Die Umsetzung wird koordinierte Maßnahmen der Mitgliedstaaten, der europäischen Agenturen und der Kommission erfordern.
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