Die Innenminister der Europäischen Union werden sich heute per Videokonferenz treffen, um die Migrantenkrise in der spanischen Enklave Ceuta zu besprechen, die als die schwerste seit der Krise von 2021 gilt.
Am 1. August forderten 22 europäische Führer, darunter der Ministerpräsident Italiens und der Kanzler Deutschlands, eine Dringlichkeitssitzung per Videokonferenz, um die durch den illegalen Eintritt von Tausenden von Migranten entstandene Situation zu bewerten. Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, verurteilte die Bilder aus Ceuta und betonte die Notwendigkeit schneller Rückführungen der Migranten. Während einige Staaten, wie Dänemark und Italien, die Ausschluss Spaniens aus Schengen gefordert haben, bezeichnete der spanische Ministerpräsident Pedro Sanchez das unregelmäßige Eindringen als einen Angriff auf die territoriale Integrität Spaniens.
Die Krise begann am 20. Juli und gipfelte in der Einreise von bis zu 60.000 Migranten nach Ceuta, und die Zahl der Toten ist auf mindestens 72 gestiegen. Ceuta, die an der Grenze zu Marokko liegt, bleibt ein Tor für den Eintritt aus Afrika nach Europa, und das hier spezifisch angewandte Schengen-Regime kompliziert die Migrationssituation.
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