Die Europäische Union hat am Freitag beschlossen, die vorübergehenden Schutzmaßnahmen für die 4,4 Millionen ukrainischen Flüchtlinge bis März 2028 zu verlängern. Diese Maßnahme wurde im Februar 2022, am ersten Tag der russischen Invasion, aktiviert und muss jährlich erneuert werden.
Der europäische Kommissar für Migration, Magnus Brunner, betonte die Bedeutung von Klarheit für die Flüchtlinge, weshalb die Verlängerung frühzeitig beschlossen wurde. Eine wesentliche Änderung besteht darin, dass männliche Personen im wehrpflichtigen Alter diesen Status nicht mehr beantragen können, auf Antrag der ukrainischen Behörden, was einen Trend zur Verschärfung der Bedingungen in mehreren europäischen Staaten widerspiegelt. Diese Einschränkung wurde vom Menschenrechtskommissar des Europarats kritisiert, der die Notwendigkeit individueller Bewertungen hervorhob. Die neuen Regeln betreffen nicht Männer, die bereits vorübergehenden Schutz erhalten haben, und treten nach der formalen Genehmigung durch die Mitgliedstaaten in Kraft.
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