Der Rat der Europäischen Union hat die Ernennung des deutschen Staatsanwalts Andrés Ritter zum europäischen Chefankläger der Europäischen Staatsanwaltschaft (EPPO) bestätigt, mit Wirkung zum 1. November 2026, nach dem Ende der Amtszeit der aktuellen Chefin, Laura Codruța Kövesi.
Ritter verfügt über umfangreiche Erfahrung im Strafverfolgungssystem in Deutschland, er ist seit 1995 tätig und hat Führungspositionen in verschiedenen Staatsanwaltschaften innegehabt. Seit 2020 ist er stellvertretender europäischer Chefankläger innerhalb der EPPO. Das Amt des europäischen Chefanklägers ist ein einmaliger siebenjähriger Mandat, ohne Möglichkeit der Wiederernennung. Die EPPO, eine unabhängige Institution der EU, befasst sich mit der Untersuchung von Straftaten, die die finanziellen Interessen der Union betreffen, einschließlich Betrug und Korruption.
Die Ernennung von Ritter muss auch vom Europäischen Parlament bestätigt werden.
Bis Ende 2025 wird die EPPO 3.602 Ermittlungen durchführen, mit einem geschätzten Schaden von über 67,2 Milliarden Euro.
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