Die Europäische Union bereitet die Einführung des Europäischen Investitionskontos vor, ein einzigartiges Instrument, mit dem auch die Rumänen ihre Ersparnisse in Aktien, Anleihen und Staatsanleihen aus jedem Mitgliedstaat über eine digitale Plattform mit reduzierten Gebühren und vorteilhaften steuerlichen Regelungen anlegen können. Der neue Rahmen ist Teil der Initiative für die Union der Volkswirtschaften und Investitionen und zielt darauf ab, einen Teil der rund 10.000 Milliarden Euro, die in Bankeinlagen mit niedrigen Renditen blockiert sind, zu mobilisieren.
Das Europäische Investitionskonto ist als ein standardisiertes Investitionsprodukt auf EU-Ebene konzipiert, in dem Aktien, Staats- und Unternehmensanleihen, ETFs und europäische langfristige Investmentfonds (ELTIF) gehalten werden können. Das Produkt wird nicht direkt von Brüssel verwaltet, sondern von Banken, Investmentgesellschaften, Neobrokern und lizenzierten Fintechs in jedem Mitgliedstaat vertrieben, um den Wettbewerb zu fördern und die Kosten auf einem minimalen Niveau zu halten.
Auf europäischer Ebene werden die Behörden eine einzigartige digitale Schnittstelle zur Verfügung stellen, um auf diese Instrumente zuzugreifen, wodurch bürokratische Hürden und die derzeitige Fragmentierung der Kapitalmärkte vereinfacht werden. Im steuerlichen Bereich empfiehlt die Kommission ein einfaches Regime mit Besteuerung bei Abhebungen und möglichen Erleichterungen für langfristige Investitionen; in Rumänien wird über eine Absetzbarkeit von bis zu 400 Euro pro Jahr für Investitionen in Aktien oder ETFs diskutiert.
Die Initiative kommt vor dem Hintergrund der Schätzungen, dass Haushalte in der EU etwa 10.000 Milliarden Euro in Bankeinlagen halten, während der jährliche Investitionsbedarf der europäischen Wirtschaft bis 2030 auf 750–800 Milliarden Euro geschätzt wird, einschließlich für den grünen Übergang, Digitalisierung und steigende Verteidigungsausgaben. Ziel ist es, dass die Bürger zu direkten Investoren in die europäische Wirtschaft werden, nicht nur zu Einlegern, ohne dass die Rolle der Bankeinlagen in der Finanzierung durch Banken aufgehoben wird.
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