Philips Romania SRL wurde vom Wettbewerbsrat mit 5,18 Millionen Lei, umgerechnet etwa eine Million Euro, belegt, nachdem das Unternehmen eine Untersuchung durch das Verbergen möglicher Beweismittel behindert haben soll. Die Sanktion betrifft in dieser Phase keinen direkten Verstoß gegen die Wettbewerbsregeln, sondern die unvollständige Kooperation mit den Inspektoren. Der Vorfall ereignete sich während der unangekündigten Inspektionen vom 28. bis 30. Juli 2026. Unmittelbar nachdem Philips Romania offiziell über den Beginn der Kontrolle informiert worden war, deinstallierte ein Mitarbeiter die WhatsApp-Anwendung von einem beruflich genutzten Mobiltelefon. Nach Angaben der Behörde schränkte dieser Schritt den Zugang zu potenziell relevanten Gesprächen und Informationen ein; die Dokumentation wurde in unvollständiger Form vorgelegt.
Die Inspektionen fanden am Sitz von Philips Romania sowie bei zehn weiteren Partnerunternehmen, Händlern und Wiederverkäufern statt. Die Maßnahmen wurden vom Berufungsgericht Bukarest genehmigt und sind Teil einer Untersuchung zu möglichen wettbewerbswidrigen Praktiken auf dem Markt für medizinische Ultraschallgeräte und Patientenüberwachungsgeräte. Der Wettbewerbsrat betont, dass die Prüfungen vorläufig sind und keine Vorwegnahme einer Entscheidung über die Schuld der untersuchten Unternehmen darstellen. Nach dem Gesetz kann die Behinderung der Kontrolle mit Geldbußen zwischen 0,5 % und 1 % des im vorangegangenen Geschäftsjahr erzielten Gesamtumsatzes geahndet werden.
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