Der ehemalige Energieminister Bogdan Ivan warf der Übergangsregierung am Sonntagabend vor, keine Maßnahmen ergriffen zu haben, um die Bevölkerung vor steigenden Kraftstoff- und Energiepreisen zu schützen. Als Gast beim Sender România TV erklärte er, die Regierung hätte den Krisenzustand auf dem Kraftstoffmarkt verlängern können, um die Auswirkungen auf die Verbraucher zu begrenzen.
Bogdan Ivan erklärte, dass die Behörden in den vier Monaten seit seinem Ausscheiden aus dem Amt nicht auf seine Forderungen nach einer Überprüfung der Preise reagiert hätten. Er forderte Kontrollen durch die Nationale Verbraucherschutzbehörde und den Wettbewerbsrat, um festzustellen, ob die ausgewiesenen Preise gerechtfertigt sind oder ob es Hinweise auf eine mögliche Absprache auf dem Markt gibt.
Der ehemalige Minister erklärte, die Erhöhung des Benzinpreises sei nicht gerechtfertigt, da Rumänien ungefähr die doppelte Menge produziere, die es verbrauche. Er erwähnte den Anstieg der internationalen Notierungen, betonte jedoch, dass es Alternativen für die Versorgung mit Erdöl und Erdölprodukten gebe. Seiner Ansicht nach sollte der Benzinpreis nicht 10 Lei pro Liter erreichen.
Ivan warnte außerdem vor möglichen Preiserhöhungen bei elektrischer Energie, da die Angebote für den kommenden Zeitraum die Rekordpreise vom August als Referenz haben werden. Er kritisierte zudem, dass das Kernkraftwerk Cernavodă nach den Reparaturarbeiten nicht wieder in Betrieb genommen worden sei, und erklärte, dessen Abschaltung beeinträchtige den Umgang mit der Energiekrise.
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