Ein besonders schwerer Betrugsfall, vorsätzliche Insolvenz und Geldwäsche im Bauwesen sind von der Generalstaatsanwaltschaft und dem Generalinspektorat der Polizei aufgedeckt worden. Nach Durchsuchungen in Chișinău wurden sechs Personen festgenommen.
Den Ermittlern zufolge sollen Entscheidungsträger eines auf den Bau und Verkauf von Immobilien spezialisierten Unternehmens gemeinsam mit weiteren Personen seit 2019 mehr als 25 Millionen Lei von Käufern kassiert haben. Das Geld soll für Wohnungen in einem Wohnblock im Sektor Botanica gezahlt worden sein.
Später seien die betroffenen Personen ihren Verpflichtungen gegenüber den Gläubigern nicht nachgekommen und hätten die Vermögenswerte des Unternehmens veräußert, wodurch sie es vorsätzlich zahlungsunfähig gemacht hätten, so die Staatsanwälte.
Am 28. Oktober führten die Ermittler 20 Durchsuchungen in den Geschäfts- und Wohnräumen der betroffenen Personen sowie in deren Fahrzeugen durch. Sichergestellt wurden Telefone, Buchhaltungsunterlagen, Schriftstücke, SIM-Karten, optische Datenträger und Luxusgegenstände. Außerdem wurde ein auf 3.705.000 Lei geschätztes Fahrzeug beschlagnahmt.
Die Vermögenswerte und Dokumente sollen zur Klärung aller Umstände analysiert werden. Die Ermittlungen dauern an; für die betroffenen Personen gilt die Unschuldsvermutung.
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