Der PSD-Vorsitzende Sorin Grindeanu erklärte am Freitag, dass die Partei bereit sei, eine parlamentarische Mehrheit zu bilden und in die Regierung einzutreten, vor dem Hintergrund einer seit vier Monaten andauernden politischen Krise. Der sozialdemokratische Parteichef betonte, dass Rumänien dringend eine voll handlungsfähige Regierung brauche, angesichts des rückläufigen Konsums und des zunehmenden Drucks auf die Bevölkerung und die Wirtschaft. Grindeanu verwies auf die vom Nationalen Institut für Statistik veröffentlichten Daten, wonach die Verkäufe in den ersten sieben Monaten des Jahres um fast 6 % zurückgegangen seien. Er erklärte, dass die Rumänen weniger kauften, einschließlich Lebensmittel, und dass Familien auf Produkte und Dienstleistungen verzichteten, die sie sich zuvor leisten konnten.
Der PSD-Vorsitzende kritisierte die Verlängerung der politischen Verhandlungen und die Streitigkeiten zwischen den Parteien über die Bildung einer Mehrheit. Während PNL und USR über das Fehlen der erforderlichen 233 Stimmen diskutieren, bleibt Rumänien ohne eine klare Regierungsperspektive, so Grindeanu. Die PSD hat ihre Regierungsprioritäten vorgestellt und wird Gespräche mit den Sozialpartnern aufnehmen, um Maßnahmen zur Überwindung der Krise zu ermitteln. Grindeanu erklärte, dass die Partei nicht „am Rand“ bleiben werde und bereit sei, die notwendige Mehrheit für eine Regierungsbildung zu schaffen.
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