Japan erwägt den Kauf nuklear angetriebener U-Boote im Rahmen der Überarbeitung der Nationalen Sicherheitsstrategie und zweier weiterer zentraler Verteidigungsdokumente. Verteidigungsminister Shinjiro Koizumi erklärte am Freitag in Tokio, dass die Regierung keine Option zur Stärkung der Abschreckungs- und Reaktionsfähigkeiten ausschließe und eine Entscheidung auf Grundlage einer unabhängigen Bewertung treffen werde.
Der Überarbeitungsprozess soll bis Ende dieses Jahres abgeschlossen werden. Die derzeit geltenden Dokumente wurden 2022 für einen Zeitraum von zehn Jahren verabschiedet, ihre Überarbeitung wurde jedoch aufgrund der raschen Veränderungen im Sicherheitsumfeld und der von China und Nordkorea ausgehenden Bedrohungen vorgezogen.
Die Japanische Innovationspartei, die Teil der Regierungskoalition ist, hatte bereits im Juni gefordert, nuklear angetriebene U-Boote in die Aktualisierungsvorschläge aufzunehmen. Ein Vertreter der US-Marine begrüßte die Initiative und erklärte, Japan nutze bereits Nukleartechnologien im zivilen Bereich. Südkorea kündigte seinerseits im Mai die Absicht an, ein solches U-Boot zu erwerben. Nuklear angetriebene U-Boote können schneller und über größere Entfernungen als konventionelle U-Boote navigieren; ihre Notwendigkeit hängt jedoch von den strategischen Zielen des jeweiligen Staates ab.
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