Călin Georgescu hielt am Sonntagmorgen vor Unterstützern, die sich auf dem Piața 100 in Oradea versammelt hatten, eine Rede. Dabei griff er erneut Themen im Zusammenhang mit der wirtschaftlichen Lage Rumäniens, der Demokratie und der Rolle des Volkes bei der Ausübung der Macht auf. Der ehemalige Präsidentschaftskandidat bestritt, dass seine öffentlichen Auftritte Teil eines Wahlkampfs seien.
Auf einem improvisierten Podium erklärte Georgescu, die rumänische Produktion werde „erstickt“, junge Menschen verließen das Land und Rumänien sei zu einem Absatzmarkt geworden. Er behauptete, monatlich verschwänden mehr als 15.000 rumänische Unternehmen und das Land nehme wöchentlich eine Milliarde Euro an Krediten auf, ohne Quellen oder den Zeitraum zu nennen, auf den sich diese Zahlen beziehen.
Georgescu erklärte, Rumänien sei nicht arm, sondern „verarmt“, und vertrat die Ansicht, die Ressourcen des Landes sollten dem Leben der Rumänen zugutekommen. Die Rede umfasste Appelle für partizipative Demokratie, Meinungsfreiheit und die „Macht des Volkes“, aber auch religiöse Botschaften.
Während seines Auftritts hielt er einen Strauß Basilikum, der mit einem dreifarbigen Faden zusammengebunden war, sowie eine Ikone in den Händen. Beides hatte er von Unterstützern erhalten. Zum Abschluss skandierte die Menge „Freiheit“ und „Călin Georgescu ist Präsident“. Nach etwa einer Stunde verließ der ehemalige Kandidat den Platz unter dem Applaus der Anwesenden.
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