Emmanuel Carrère wurde am Mittwoch mit dem Médicis-Preis für seinen Roman 'Kolkhoze' ausgezeichnet, einem 560 Seiten umfassenden Werk, das vier Generationen seiner Familie erkundet. Die Jury des Preises erkannte die literarischen Ansprüche des Romans an, und Carrère, im Alter von 67 Jahren, war auch im Rennen um den Goncourt-Preis. In der Kategorie ausländischer Roman wurde der Preis an Nina Allan für 'Les Bons Voisins' vergeben, und in der Kategorie Essays gewann Fabrice Gabriel mit 'Au cinéma Central'.
Diese Preise wurden einen Tag nach den Goncourt- und Renaudot-Preisen verliehen, die von Laurent Mauvignier bzw. Adélaïde de Clermont-Tonnerre gewonnen wurden. Carrère, ein produktiver Autor mit 17 veröffentlichten Büchern und zahlreichen journalistischen Arbeiten, hat zuvor auch den Femina-Preis und den Renaudot-Preis gewonnen. Im Jahr 2024 wurde der Médicis-Preis an Julia Deck für ihren autobiografischen Roman 'Ann d'Angleterre' vergeben.