Eine aktuelle Analyse von zwei Gemälden, „Der heilige Franziskus von Assisi empfängt die Stigmata“, die in den Museen von Philadelphia und Turin ausgestellt sind, hat Kontroversen über deren Authentizität ausgelöst.
Die Tests, die von Art Recognition, einem Schweizer Unternehmen, durchgeführt wurden, haben gezeigt, dass beide Werke signifikante negative Ergebnisse in Bezug auf die Pinselstriche von Van Eyck aufweisen, mit 91% negativ für die Version in Philadelphia und 86% negativ für die in Turin. Diese Entdeckungen deuten darauf hin, dass die Gemälde möglicherweise Atelierarbeiten sind, die in der Werkstatt des Künstlers entstanden, aber nicht unbedingt von seiner Hand. Dr. Carina Popovici, die Direktorin von Art Recognition, betonte, dass die Ergebnisse überraschend sind, da man erwartet hatte, dass zumindest eines der Werke authentisch ist. Kritiker haben erwähnt, dass der Zustand und die Restaurierungen der Gemälde die Analyse beeinflussen könnten. Dr. Noah Charney bestätigte, dass die negativen Ergebnisse darauf hindeuten, dass beide Werke Atelierarbeiten sind, was auf die Existenz eines verlorenen Originals hinweisen könnte.
Van Eyck, der als großer Meister der Ölmalerei anerkannt ist, hat weniger als 20 authentische Werke hinterlassen, was diese Entdeckungen umso bedeutender macht.
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