Tyrannosaurus rex hatte eine Körpertemperatur von etwa 36 Grad Celsius, ähnlich der des Menschen, wie aus einer in der Fachzeitschrift Science Advances veröffentlichten Studie hervorgeht. Die Entdeckung liefert den ersten direkten chemischen Beleg dafür, dass der „König der Dinosaurier“ ein Warmblüter war, und verändert die Sichtweise auf seine Physiologie.
Forschende der University of California, Los Angeles, analysierten den fossilierten Zahnschmelz von zwei Zähnen eines T.-rex-Exemplars mit dem Spitznamen „Thomas“, das sich in der Sammlung des Natural History Museum of Los Angeles befindet. Sie untersuchten seltene Bindungen zwischen Kohlenstoff- und Sauerstoffisotopen, die sich abhängig von der Körpertemperatur des Tieres bilden.
Die Methode wurde möglich, nachdem die Technologie verbessert und die für die Analyse erforderliche Fossilmenge um etwa 90 Prozent reduziert worden war. Die Forschenden verwendeten einen Dentalfräser, um nur wenige Milligramm Zahnschmelz zu entnehmen, und analysierten anschließend die chemische Zusammensetzung der Probe mithilfe eines Massenspektrometers.
Die geschätzte Temperatur liegt höher als die heutiger kaltblütiger Reptilien, aber niedriger als die von Vögeln, den evolutionären Nachfahren der Dinosaurier. Die Ergebnisse stützen die in den vergangenen Jahrzehnten zusammengetragenen Belege für die aktive Lebensweise vieler Dinosaurier und legen nahe, dass T. rex in einer großen Bandbreite von Lebensräumen leben konnte, auch in arktischen Regionen.
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