Bill Gates warnt, dass der unkontrollierte Einsatz künstlicher Intelligenz im kommenden Jahr zu einer Zunahme von Cyberangriffen führen könnte. Der Microsoft-Mitbegründer ist der Ansicht, dass die unmittelbare Gefahr nicht darin besteht, dass die KI „außer Kontrolle gerät“, sondern in der Nutzung bestehender Modelle durch böswillige Akteure ohne Schutzmaßnahmen.
In einem Interview mit ABC News erklärte Gates, dass Cyberangriffe der Bereich seien, in dem kurzfristig die dramatischsten Entwicklungen auftreten könnten. Er forderte strengere Beschränkungen, um den Einsatz von KI bei Cyberangriffen und zu Zwecken des Bioterrorismus zu verhindern. Dabei warnte er, dass die Beseitigung von Sicherheitsmechanismen gefährlichen Akteuren Zugang zu immer leistungsfähigeren Technologien verschaffe.
Gates wies die Vorstellung zurück, dass eine Selbstregulierung der Unternehmen ausreiche, und sprach sich für Gesetze aus, die Entwickler verpflichten, zu überwachen und zu dokumentieren, wie KI-Modelle genutzt werden.
Seine Warnungen ergänzen eine seit Monaten andauernde Debatte über die Risiken künstlicher Intelligenz, darunter Massenarbeitslosigkeit und Bioterrorismus. Im August warnten mehr als 100 KI-Entwickler, dass Cyberangriffe auf Basis dieser Technologie häufiger und ausgefeilter werden würden. Das Unternehmen Anthropic hatte zuvor den Zugang zu einem Modell eingeschränkt, das Cyberangriffe durchführen konnte.
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