Der Senat der Vereinigten Staaten hat am 15. September 2026 den weiteren Fortgang des CLARITY Act blockiert, eines von der Trump-Regierung und Finanzminister Scott Bessent unterstützten Gesetzentwurfs, der einen bundesweiten Rahmen für die Regulierung digitaler Vermögenswerte schaffen sollte. Auf das Scheitern der Verfahrensabstimmung folgten Rückgänge am Kryptomarkt.
Der Antrag wurde mit 49 zu 50 Stimmen abgelehnt, obwohl der Gesetzentwurf 60 Stimmen benötigte, um in die nächste Phase zu gelangen. Vier Republikaner schlossen sich den Demokraten an, die dagegen stimmten, während der demokratische Senator Chris Coons nicht abstimmte.
Bitcoin verlor innerhalb von 24 Stunden fast 4 Prozent und fiel unter die Marke von 76.000 Dollar. Auch Ethereum, XRP, Solana und der HYPE-Token verzeichneten Rückgänge.
Der mehr als ein Jahr lang ausgehandelte CLARITY Act hätte die Zuständigkeiten von SEC und CFTC abgegrenzt und den Status verschiedener Kryptowährungen geklärt. Der mehr als 600 Seiten umfassende Gesetzentwurf enthielt zudem Bestimmungen zur Ethik von Amtsträgern und zu Interessenkonflikten.
Die überparteilichen Verhandlungen sind zumindest vorübergehend ausgesetzt. Unterdessen arbeiten SEC und CFTC weiter an Regeln für Token, Verwahrung und Handelsplattformen, die jedoch von künftigen Regierungen geändert werden können.
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